Die Französische Bulldogge


FCI-Standard No 101 / 06.04.1998/ D
Ursprung : Frankreich
Verwendung : Gesellschafts-, Wach- und Begleithund
Klassifikation FCI : Gruppe 9, Gesellschafts- und Begleithunde. Sektion 11 - kleine doggenartige Hunde.
Ohne Arbeitsprüfung.

Gewicht: 8 kg bis 14 kg
Wobei die Grösse des Hundes im Verhältnis zum Gewicht steht.


Die Französische Bulldogge liebt ein friedliches Leben im Kreise seiner Familie, die ihn mit Zärtlichkeiten verwöhnt. Sie liebt es, wenn Sie am Schreibtisch arbeiten auf Ihren Knien zu liegen oder zu ihren Füssen zu schlafen.Ihr Bully wird sie überallhin folgen wollen.
Kurz gesagt, die Französische Bulldogge ist ein Menschenfreund, der die angenehmen Dinge des menschlichen Lebens mit ihnen teilen will und nicht dauernd in seinen Korb geschickt werden möchte - einen anhänglicheren Hund gibt es kaum!

Bei Strenge und Ungerechtigkeit zeigt sich die Französische Bulldogge schon einmal trotzig, schmollend und zänkisch. Sie ist sehr sensibel und schnell gekränkt , doch sie ist nicht nachtragend.
Bei Zufriedenheit stößt sie oft tiefe, aber glückliche Schnarcher aus.
Diese Eigenart lässt sich auf den Schädelbau des Hundes zurückführen.


Trotz seiner Grösse ist die Französische Bulldogge ein echter Molosser und Erbe tapferer Kämpfer. Sie schlägt sofort Alarm, wenn sich Eindringlinge dem Haus nähern oder in der Wohnung befinden. Wenn sie dazu provoziert wird, Sie greift sie auch an. Besonders Rüden besitzen erstaunlichen Mut. Sie fürchten sich scheinbar vor nichts. Manchmal muss der Mensch dann zum Schutz des Hundes eingreifen.
Die muskulöse und belastbare Französische Bulldogge ist aber kein gefährlicher Hund. Sie ist Fremden gegenüber sehr zutraulich - was vielleicht nicht dem Ego seines Halter,
aber dem Hund zugute kommt, sollte es aus welchen Gründen auch immer sein vertrautes Heim und Herrchen wechseln müssen  spielt gerne im Freien mit Kindern.
Sie tobt gerne mit den Kleinen .
 Sie ist ein sehr sportlicher Hund.
Wenn nicht unbedingt ein Schosshund  aufgrund ihres Gewichts von bis zu 14 kg ist sie ein ausgezeichneter Familienhund.


Die Französischen Bulldogge ist ein anpassungsfähiger Hund.
Sie fühlt sich in einer kleinen 2-Zimmer-Wohnung genauso wohl, wie
auch in einem grossen Haus mit Grundstück, da sie es aber sehr menschlich mag. Sie findet es auf dem Sofa so richtig bequem. Wenn man das nicht mag, sollte man ihr von Anfang an ein eigenes Plätzchen zurechtweisen, wo sie sich nicht gestört fühlen muß. Doch sollte man sich sehr gut überlegen, ob man sie bei sich im Schlafzimmer schlafen lässt, da sie nachts schnarcht!


Die Französische Bulldogge ist kein Hochleistungssportler, Hitze und Kälteempfindlich und erkältet sich daher leicht im Winter.

Somit ist es angebracht ihr bei der kalten Jahreszeit ein Mäntelchen anzuziehen.

Zudem ist der Bully extrem Narkoseempfindlich.
Die Werte für eine Narkose liegen weit unter der von den Herstellern
angegebenen Mindestdosierung.






Die Körperpflege der Französischen Bulldogge

Die Französische Bulldogge gehört, aufgrund ihres kurzen Fells, zu den recht pflegeleichten Hunden. Trotzdem sollten die Pflege des Hundes niemals vernachlässigt werden. Besonderer Aufmerksamkeit bedürfen, die Augen, die Gesichtsfalten, die Pfoten und Krallen, die Ohren, sowie der After.
Den Augen Ihres Bullys sollten Sie sich jeden Tag widmen. Sie sind wenig geschützt und besonders verletzungsgefährdet. Bei Rötung und tränenden Augen sollten Sie sofort einen Tierarzt aufsuchen. Die Absonderung in den Augen (auch Schlaf genannt) ist harmloser Natur. Diese brauchen Sie nur mit einem feuchten Tuch abwischen. Von Watte und Zellstoff ist abzuraten, da deren Fussel die Augen Ihres Bullys reizen können. Verwenden Sie lieber Mull und saubere Tücher.
Die Gesichtsfalten müssen Sie nach Notwendigkeit säubern.
Die Gesichtsfalten sind eine ideale Brutstädte für Parasiten.
Bei vernachlässigen des Reinigen der Gesichtsfalten kann es zu bösen Entzündungen kommen.
Zur Pflege können Sie alle duftfreien Baby-Öle und Cremes nehmen.
 Da die Gesichtshaut der Französischen Bulldogge besonders empfindlich ist, vermeiden Sie starke Reibbewegungen! Haben Sie einen Schecken, dann müssen Sie deren Gesichtsfalten täglich reinigen, um eine Braunfärbung der Haare zu vermeiden!

Sollte die Nase ihres Bullys zu Nasenschwamm neigen oder ohne Glanz und rau sein, dann muss sie eingefettet werden.


Die Pfoten sollten Sie sich ebenfalls regelmäßig betrachten.
Sollte Ihr Hund seine Pfoten beharrlich lecken, könnte dies ein Indiz für einen eingetretenen Fremdkörper sein. Eine starke Rötung zwischen Zehen und Ballen können auf ein Schweißdrüsen-Ekzem hinweisen. Sorgen Sie dafür, dass dies nicht chronisch wird! Dies kann sonst zu einem veröden der Schweißdrüsen führen und Ihr Bully würde sein Leben lang unter rissigen Ballen und daraus resultierenden Gehbeschwerden leiden.
Läuft Ihr Bully im Sommer über erweichte Teerstraßen, kann dies Haarverklebungen und Klümpchenbildungen zwischen den Ballen und Zehen führen. Den Teer können Sie z.B. mit reiner Butter lösen und ausreiben. Dies vermeidet Entzündungen.
Im Winter können Straßen und Wege oft mit Salz von Eis befreit worden sein. Achten Sie darauf, das Sie nach einem Spaziergang die Pfoten Ihres Bullys sofort mit einem feuchten Tuch reinigen. Lassen Sie unter keinen umständen zu, dass sich Ihr Bully das Salz von den Pfoten leckt.
Bei rissigen oder rauen Pfoten können Sie diese mit Hirschtalg einreiben. Dies ist auch ein idealer Kälteschutz.



Die Krallen jeden Hundes wachsen und müssen ab und zu gekürzt werden. Läuft Ihr Bully viel auf hartem Boden, kürzen sich seine Krallen  abgesehen von der Daumenkralle, da diese keinen Bodenkontakt hat - auf natürlichen Weise. Hat er wenig Auslauf, oder bewegt sich überwiegend auf weichen boden, müssen die Krallen alle zwei bis vier Wochen gekürzt werden.
Wird die Krallenpflege vernachlässigt können die überlangen Krallen einwachsen oder Ihr Hund kann mit ihnen irgendwo hängen bleiben und sie sich dabei ausreißen.
 Zum kürzen der Krallen gibt es im Fachhandel spezielle Krallenzangen. Achten Sie darauf, dass Sie nicht in den durchbluteten Teil der Kralle schneiden.
Verletzungen des Krallennervs bluten sehr stark und sind für jeden Hund sehr schmerzhaft.
Von der Benutzung Ihrer eigenen Nagelzange kann nur abgeraten werden, da durch falsche Anwendung die Kralle gequetscht werden kann, was ebenfalls schmerzhaft für den Hund ist.



Die Ohren der Französischen Bulldogge müssen regelmäßig Überprüft und spätestens alle zwei Wochen gesäubert werden. Zur Reinigung machen sich sehr gut die handelsüblichen Ohrenreinigungsmittel (im Fachhandel oder beim Tierarzt erhältlich), die Sie nach der Gebrauchsanweisung benutzen.
Oberflächliche Verschmutzungen oder Ohrenschmalz entfernen Sie am besten mit Watteträgern. Diesen tauchen Sie in die Lösung. Gehen Sie bei der Reinigung der Ohren äußerst behutsam vor, und nur soweit mit den Watteträger ins Ohr, wie Sie bei gutem Licht Einblick haben.
 Niemals tiefer ins Ohr gehen, da die Gefahr einer Verletzung zu groß ist.
Hörschädigungen können die Folge sein.
Achten Sie bitte auch darauf, das kein Wasser in die Ohren ihres Bullys gelangt.
Wasser im Innenohr kann zu schweren Entzündungen führen. Ist trotzdem Wasser in sein Ohr gelaufen (z.B. nach einem Regenguss oder intensiven Toben im Wasser), dann tupfen Sie es mit einem sauberen Tuch, welches Sie sich um den Finger wickeln können, vorsichtig ab.



Kranzförmig um den After angeordnet, sowie beidseitig unter dem After in den Analbeuteln befinden sich die Analdrüsen. Sie dienen beim abkoten durch eine Sekretabgabe der Reviermarkierung. Diese Drüsen können durch einen Sekretstau verstopfen.
Um Entzündungen und Abszesse zu verhindern müssen die Analdrüsen rechtzeitig ausgedrückt werden. Im Anfangsstadium äußert sich ein Sekretstau durch einen Juckreiz in der Aftergegend.
Durch lecken und herumrutschen auf dem Hinterteil versucht sich der betroffene Hund Erleichterung zu verschaffen.

Gewissheit, ob bei ihren Bully die Analdrüsen verstopft sind, erhalten sie, wenn sie ihn und den Kot vom Tierarzt untersuchen lassen. Dieser wird dann auch das dickflüssige und übelriechende Sekret ausdrücken.
Der Sekretstau kann durch chronische Verstopfung hervorgerufen werden und eine Nachbehandlung ist nicht ausgeschlossen. Lassen sie sich die Handgriffe für das Ausdrücken der Analdrüsen von ihrem Tierarzt zeigen und sie sparen sich in Zukunft den Weg dorthin.
Zur Vorsorge sollten sie regelmäßig die Aftergegend ihres Bullys untersuchen und auch mit einem feuchten Lappen reinigen. Dies ist insbesondere dann ratsam, wenn ihr Bully eine an den Hinterbacken anliegende Knotenrute hat, die den After verdeckt.


Das Gebiss sollte alle ein bis zwei Wochen kontrolliert werden.
Sollten die Zähne Belag aufweisen, dann entfernen sie diesen.
Wie bei uns Menschen, beugt auch bei den Hunden eine regelmäßige Zahnpflege Zahnsteinbildung, schlechte Zähne (die häufigste Ursache für Maulgeruch) und Zahnverlust vor.
Das bedeutet aber nicht, dass sie ihren Liebling jetzt regelmäßig die Zähne putzen. Regelmäßiges verfüttern von Kauknochen oder Hundekuchen hat den selben Effekt.
Doch sollten sie diese Futteranreichung bei der Tagesration ihres Hundes berücksichtigen. Bei Belag, können sie diesen einfach von den Zähnen abkratzen.
Verwenden sie keine scharfen oder zu harten Gegenstände dafür. Nehmen sie einen Mundspachtel, den sie in Apotheken erhalten, oder einfach ihren Fingernagel. Hartnäckiger Zahnstein sollten sie aber lieber von einem Tierarzt entfernen lassen.



Das Fell ihres Bullys bedarf wenig Pflege.
Ist ihr Hund gesund, glänzt es von allein. Wöchentliches abbürsten reicht aus und wird von ihren Bully bei richtiger Anwendung genießend hingenommen.
Benutzen sie eine weiche Bürste oder einen Pflege- bzw. Hundehandschuh. Bei Haarwechsel sollten sie dann öfters bürsten, weil er sich sonst überall kratzt.
Haarwechsel ist im Frühling und im Herbst.

Sollte das Fell glanzlos werden und verliert unerklärbar seine Dichte und ihr Bully befindet sich nicht im Haarwechsel, ist trächtig oder wird durch Welpenversorgung strapaziert  kann es sein, dass er an den Folgen einer Mangelernährung oder inneren Erkrankungen leidet. Gehen sie mit ihrem Bully sofort zum Tierarzt und holen sich Rat.


Das Hundebad bei der Französischen Bulldogge ist ein sehr umstrittenes Thema.
Wegen der Haut- und Haarentfettenden Seifensubstanzen sollte darauf verzichtet werden. Doch aus hygienischen Gründen und des eigenen Körpergeruchs ihres Hundes sollte ein Bad einmal im Monat möglich sein. Hierbei sollte aber beachtet werden, dass es alkalifreie und rückfettende Haarwaschmittel gibt. Diese schließen Fell- und Hautschädigungen durch Seife weitgehend aus.
Würden sie auf ein PH-neutrales Shampoo verzichten, so würde dieses den natürlichen Säureschutzmantel ihres Bullys angreifen. Die Folge; Schmutz und Staub können besser haften und der Schutz vor Hautkrankheiten und auch vor Kälte wäre verringert.

Baden sie ihren Bully in der Dusche oder einer kleinen Wanne.
Waschbecken und Schüsseln sind zu klein und daher ungeeignet.
Hohe Badewannenwände wird ihr Bully auch nicht mögen.
Machen sie ihren Bully mit handwarmen Wasser nass, seifen sie ihn anschließend ein und spülen sie ihn wieder gründlich ab. Achten sie darauf, dass keine Seife und kein Wasser in die Augen, Ohren und die Nase ihres Hundes läuft.
Geben sie ihren Bully Gelegenheit zum schütteln, wenn sie ihn abgeduscht haben. Danach gründlich abrubbeln und trocken fönen. Es wird ihm nicht sonderlich gefallen. Reden sie ihm gut zu und versuchen ihn zu beruhigen.

Auch wenn ihr Bully scheinbar wieder trocken ist, sorgen sie dafür, dass er noch ca. 2 Stunden in einer zugluftfreien Umgebung bleibt. Im Sommer können sie ihm sich sein Fell aber auch in der Sonne trocknen lassen.